Visuelle Medien helfen bei komplizierten
Eingriffen
Das Ergebnis einer OP möglichst treffend einschätzen zu können
ist natürlich für jeden Chirurgen ein integraler Bestandteil seiner Qualifikation und seines fachlichen
Wissenstandes, sowie auch seiner Erfahrung. Dem waren früher deutlichere Grenzen gesetzt, als dies heute der Fall
ist. Die menschliche Wahrnehmung stieß noch bis vor kurzem bei komplizierten oder stark investigativen Eingriffen
an ihre natürlichen Grenzen, sodass bestimmte OPs nur mit sehr viel Aufwand, viel Risiko und “ins Blaue hinein“
möglich waren, und nur dann infrage kamen, wenn alles Andere versagte. Durch den zunehmenden Einzug visueller
Hilfsinstrumente haben sich viele Operationsmethoden bedeutend verbessert. So sind mittlerweile OPs an inneren
Organen möglich, ohne dass dabei riesige Narben entstehen. Immer feinere Instrumente können mit Unterstützung durch
kleine Mikrokameras zum Einsatz kommen. Der Chirurg kann sich anhand der gelieferten Bilder orientieren. Es muss
bei vielen (größeren wie kleineren OPs) nun viel weniger aufgeschnitten werden als bisher, was auch eine Schonung
für den Patienten mit sich bringt. Das räumliche Sehen im Körper des Patienten lässt zu, dass immer mehr Eingriffe
viel filigraner vonstatten gehen können.
Aber auch in der plastischen Chirurgie sind visuelle Medien
mittlerweile ein wertvolles Instrument, dass allem voran zur Prognose eingesetzt wird. Einer der größten Ansprüche,
die an plastische Chirurgen gestellt werden, ist es ja angestrebte Veränderungen erfolgreich umzusetzen. Doch wie
sehen diese Veränderungen überhaupt aus? Der plastische Chirurg, der das von alleine folgerichtig vorhersagen
könnte – er wäre in seiner Zunft ein gefeierter (oder beneideter) Mann. Denn es kommt bei vielen, sensibleren
Eingriffen aus dem Bereich der Chirurgie immer noch auf die Einschätzung des Fachmanns an, wie das zu erwartende
Ergebnis aussehen könnte. Und diese Einschätzung ist bis zu einem bestimmten Grad stets spekulativ. Während das
Resultat bei vielen Eingriffen recht einfach vorherzusagen ist (Brustvergrößerung oder –verkleinerung) sieht das
bei anderen OPs buchstäblich anders aus. Facelifts und diverse Korrekturen können ein Erscheinungsbild maßgeblich verändern. Aber
wie?
Früher stützen sich die plastischen Chirurgen auf
Vorher-Nachher-Fotos ihrer bisherigen Patienten, anhand derer sie die möglichen Veränderungen durch
unterschiedliche, operative Eingriffe bewertbar und nachvollziehbar machen wollten. Diese Fotos zeigten zwar
authentische Beispiele, waren aber immer nur exemplarisch und insofern wenig repräsentativ. Vor allem da jedes
Gesicht eine eigene Topographie aufweist. 3D Bildverfahren ermöglichen die Veränderungen am Gesicht eines Patienten
auf dem PC zu demonstrieren. Das Gesicht des Patienten wird gescannt und auf den PC übertragen. Anschließend werden
die angestrebten Veränderungen visualisiert und der Patient kann sich ein Bild machen. Inwiefern das Ganze
natürlich dann auch wirklich umsetzbar ist, muss natürlich der plastische Chirurg selbst einschätzen. Und überdies
gehen die Bilder auf dem PC von einem optimalen Gelingen des Eingriffs aus. Dies möglichst treffend umzusetzen
liegt aber in der Hand des plastischen Chirurgen. An den meisten Standorten in Deutschland haben sich 3D
Bildverfahren schon längst als relevantes Mittel zur Prognose etabliert. Egal ob die plastische Chirurgie in Berlin, Hamburg oder München .... visuelle Medien wie das 3D
Bildverfahren gehören mittlerweile zum Standard.
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