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Visuelle Medien 

Visuelle Medien werden in nahezu allen Bereichen eingesetzt. Sei es als Werbematerial oder sei es zu Informationszwecken. Als visuelles Medium wird alles bezeichnet, was Informationen in Schrift und Bild wiedergibt. Somit erstreckt sich der Begriff der visuellen Medien von vom einfachen Flyer bis zum modernen Rechner. Der weit gefasste Terminus “visuelle Medien“ beschreibt sowohl Printmedien als auch audiovisuelle Medien. Entsprechend ausgedehnt sind auch die Möglichkeiten mit visuellen Medien zielgerichtet und effektiv zu arbeiten. Durch immer bessere Printverfahren lassen sich hochwertige und ansprechende Flyer, Broschüren und dergleichen gestalten. Und mit entsprechenden Programmen und Gerätschaften lassen sich auch verständliche und informative Präsentationen erstellen. Als prominentes Beispiel sei für Letzteres einfach mal Powerpoint benannt, das heutzutage sogar schon bei Schulreferaten Verwendung immer mehr findet.

Es scheint so, als ob der freie Vortrag und das althergebrachte Verkaufsgespräch zunehmend von visuellen Medien ergänzt und sogar teilweise von diesen ersetzt werden. Gerade Letzteres ist ein Punkt, der vielen Kritikern sauer aufstößt. So verlangt ein freier Vortrag ein fundierteres Sachwissen und dadurch auch eine umfassendere, selbstständige Auseinandersetzung mit dem Thema, sofern der Vortrag wirklich informativ und qualitativ ansprechend sein soll. Kritiker mahnen nun, dass eine stark mediengestützte Präsentation, wie es bei Powerpoint definitiv der Fall ist, dem Vortragenden nicht so viel Expertise (und somit Hintergrundwissen) abverlangt, wie der freie Vortrag. Dies soll vor allem daran liegen, weil die Präsentation im Wesentlichen nur durch das Material und weniger durch die Ausführungen des Vortragenden getragen wird. Zudem ist die bildhafte Präsentation eine Art inhaltliche Krücke für den Vortragenden, sodass der Inhalt stichpunktartig abgearbeitet wird, gemäß des Aufbaus, wie man ihn häufig von Powerpoint Präsentationen kennt. Dadurch bleibt wenig Raum für inhaltliche Querverweise und Verknüpfungen, die aber für jemanden, der sich intensiv mit einer Thematik auseinandersetzt unabdingbar sind. Vor allem wenn er sein Wissen an Laien weitergeben soll.

Sind diese Sorgen berechtigt? Mit Sicherheit sind sie das, denn die Kritikpunkte sind durchaus nachvollziehbar. Allerdings darf man das Ganze nicht zu dogmatisch bewerten. Letztlich bringt die Präsentation mit visuellen Medien wie Powerpoint auch viele Vorteile: Man kann die eigenen Ausführungen veranschaulichen und mit bildhaften Beispielen ergänzen. Das gestaltet den Vortrag abwechslungsreicher und ermöglicht vielen Zuhörern (bzw. Zuschauern, wie man in dem Fall sagen müsste) ein besseres Verständnis. Wichtig ist, dass man sich nicht auf der Qualität des Materials ausruht. Letztendlich hängt die Qualität eines Vortrags (oder auch eines Verkaufsgesprächs) davon ab, wie gut der Vortragende selbst vorbereitet ist. Denn wenn erstmal Rückfragen kommen und die Erläuterung und Erklärung von Zusammenhängen gefordert ist, dann nützt auch der neueste Beamer nichts, sofern es am Hintergrundwissen fehlt. Doch wer sich angemessen in ein Thema arbeitet und gewillt ist dieses Wissen auch weiterzugeben, der wird wunderbar mit den modernen, visuellen Medien arbeiten können.